Grüne Quartierstrassen
Mehr Raum für das Zusammenleben im Quartier Gurzelen. Für grüne, verkehrsberuhigte und sichere Quartierstrassen.
Wir, die Unterzeichnenden, fordern den Gemeinderat von Biel auf, zwischen der Bubenbergstrasse und der Falkenstrasse grüne, verkehrsberuhigte und sichere Quartierstrassen umzusetzen.
Worum es geht
Die jüngste Hitzewelle zeigt deutlich: Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen. Hitzesommer und Starkregen werden zunehmen. Wir müssen deshalb jetzt handeln. Mehr Bäume, Grünflächen und weniger Asphalt kühlen das Quartier, nehmen Regenwasser auf und erhöhen die Lebensqualität.
Heute sind viele Strassen stark von motorisiertem Verkehr, versiegelten Flächen, Hitze und Lärm geprägt. Für Bäume, Schatten, sichere Querungen, Veloverkehr und Begegnung bleibt zu wenig Platz.
Die Gurzelenstrasse, Wasserstrasse, Blumenstrasse, Karl-Stauffer-Strasse und Bubenbergstrasse sind weit mehr als Verkehrsflächen: Sie sind Schulwege, Aufenthaltsorte und Teil des Quartierlebens. Sie werden täglich von Kindern, Familien, älteren Menschen, Fussgängerinnen und Velofahrenden genutzt.
In den innerstädtischen Quartieren von Biel gibt es wenig privaten Aussenraum. Umso wichtiger sind Strassen und öffentliche Plätze als Orte für Aufenthalt und Begegnung. Sie bieten grosses Potenzial für mehr Bäume, Grünflächen und Lebensqualität. Den heute stark vom Auto beanspruchten Strassenraum wollen wir so gestalten, dass er den unterschiedlichen Bedürfnissen im Quartier gerecht wird – mit mehr Sicherheit, Grün und Raum für das tägliche Leben.
Was wir fordern
Wir wollen den Strassenraum im Gurzelen-Quartier neu denken: weg von reinen Durchfahrts- und Parkflächen, hin zu grünen Strassen, sicheren Schulwegen, Begegnungszonen, schattigen Aufenthaltsorten und lebendigen Nachbarschaftsräumen.
Unser Vorschlag orientiert sich am Quartierkammer-Modell, das in zahlreichen europäischen Städten umgesetzt wird. Der motorisierte Durchgangsverkehr wird dabei mit baulichen Massnahmen aus den Quartieren herausgehalten. So entstehen ruhige, sichere Strassen mit mehr Platz für Menschen, Velos und Grün. Wir fordern konkret:
Weniger Durchgangsverkehr
Geeignete Massnahmen reduzieren den Durchgangsverkehr in den Quartierstrassen und schaffen so ruhigere und sicherere Quartierbereiche. Die Strassen bleiben für den Anlieger- und Zielverkehr zugänglich.
Mehr Sicherheit
Begegnungszonen mit Tempo 20, sichere Querungen und weitere Massnahmen zur Verkehrsberuhigung schaffen mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität – insbesondere für Kinder, ältere Menschen sowie Fussgänger:innen und Velofahrende.
Mehr Lebensqualität
Verkehrsberuhigte und begrünte Strassen stärken das Zusammenleben. Wo Strassen nicht nur Durchfahrtsräume sind, können Spiel- und Aufenthaltsbereiche mit Bänken und Sitzgelegenheiten entstehen. Gut gestaltete Grünräume fördern Begegnung, Bewegung und soziale Kontakte.
Mehr Grün und weniger Asphalt
Flächen sollen dort, wo es möglich ist, entsiegelt und begrünt werden. Neue Bäume, Sträucher, Blühflächen und Hochbeete schaffen Schatten, verbessern das Stadtklima, helfen bei Starkregen und fördern die Biodiversität. Wir schlagen insbesondere die Begrünung der Strassenräume mit mindestens einer einseitigen Baumreihe sowie die dafür notwendige Entsiegelung vor.
Wir sind uns sicher, dass in Biel der Wunsch nach positiver Veränderung gross ist. Wir möchten langfristig und nachhaltig denken. Die Zeit dafür ist reif!
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Häufig gestellte Fragen
- Die Fussgänger:innen geniessen den Vortritt vor den Fahrzeugen. Unter Fahrzeugen gilt Rechtsvortritt.
- Es gibt keine Fussgängerstreifen, da der Fussgängervortritt überall gilt.
- Die Höchstgeschwindigkeit beträgt für alle Fahrzeuge 20 km/h.
- Das Parkieren ist nur an markierten Stellen erlaubt.